Wer nun genau hinter Viktor Talking Machine steht, erfährt man aus der Biografie nicht so ganz. Dafür spürt man jedoch umso mehr die Leidenschaft der zwei aus Halle stammenden Vinyl-Liebhaber. Ihre Liebe für House-music schwingt nicht nur zwischen den Zeilen, sondern auch in ihren Sets und Produktionen wie für das Label Monaberry, dem Imprint von SuperFlu, mit. Vor Kurzem erweckten die Zwei ihre eigene Podcast Serie mit dem Titel „Music With Sleeves“, eine weitere Hommage an Vinyl. Verfolgt man Viktor Talking Machine auf YouTube und Facebook fallen einem aber auch vor allem die grafischen Raffinessen und ein Humor mit mehreren Ebenen auf, der das Projekt so sympathisch macht. Ihre wöchentliche Videoreihe „Track oft he Week“ ist noch ein kleiner Geheimtipp und präsentiert nicht nur unentdeckte Perlen der House-music, sondern gleichzeitig auch noch abgefahrene Videoschnippsel aus den 80ern.

 

Ihr scheint ein klares Faible für 80ies Videos zu haben, wie man euren TRACK OF THE WEEK Videos entnehmen kann. Was fasziniert euch an den 80ern?

Die 80er-Jahre haben uns mit ihren Sounds schon im Bauch unserer Mütter beeinflusst. Nachdem wir dann in den 80ern zur Welt gekommen sind, war es die musikalische Liebe auf den ersten Blick. Lässt man diese romantische Vorstellung außer Acht, sind die 80er für uns eine Quelle ständiger Inspiration. Die Synthesizer befanden sich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens und MTV nahm seinen Betrieb auf. Legenden wie DX 7, Juno 6, Linn Drum, E-MU Emulator und Ensoniq Mirage prägten den Synthpop/New Wave mit ihren massiven Sounds. All diese Kostbarkeiten sind soundtechnisch gesehen heute mindestens genauso relevant und wir sind überglücklich einige davon als Mitbewohner in unserem Studio zu haben. Die Ästhetik der Videos und die aufwendigen Produktionen aus dieser Zeit beeindrucken uns immer wieder und sind eine scheinbar unendliche Quelle an visuellen und musikalischen Schätzen.

Über den Autor

Martin liebt drückende Bässe, die nicht nur den Magen berühren sondern auch den Geist zum Tanzen bringen. Dreckige Clubs stehen generell oben auf der Liste, während der Hochglanzladen mit Glastheke eher unbesucht bleibt. Immer auf der Suche nach dem neusten Beat, dem frischen Groove und dem mitreißenden Sound schreibt Martin seit Jahren für unterschiedliche Musikmagazine und Blogs ohne dem großen Hype hinterherzulaufen.

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