Ein neues Album klopft an der Tür. Wir freuen uns, lassen es herein und hören uns durch das musikalische Angebot. Wenn die Sounds cool sind, wollen wir mehr wissen und connecten uns mit dem Produzenten. Was dabei mit Helmut Dubnitzky raus gekommen ist, gibt es hier.

Authenticity. Mit diesem Schlagwort ist das neue Album von Helmut Dubnitzky betitelt und mit 10 Tracks ausgestattet, die alle irgendwo im Genre House zwischen Deep und Tech zu Hause sind. Als uns die Vorabpressung erreicht, sind es nur noch wenige Tage bis zum Veröffentlichungstermin und da beginnt normalerweise die heiße, stressige Phase für alle Beteiligten. Nicht so für Helmut Dubnitzky, der sich erstmal entspannt eine Auszeit gönnt:

Mit der Zeit wird man auch bei neuen Releases etwas gelassener. Der Erfolg einer Veröffentlichung lässt sich sowieso nicht komplett steuern und es gehört immer Glück und eine sich entwickelte Eigendynamik dazu. Natürlich kann man das mit viel Geld selbst generieren, dieses stecke ich aber lieber ins Studio! Das Album ist fertig produziert, die Pressung abgeschlossen und alle wichtigen Leute und Medienvertreter informiert. Von daher konnte ich mir vier Wochen vor Veröffentlichung noch eine kleinen Urlaub in Portugal leisten.

Immer authentisch bleiben!

Bei anderen Künstlern würde man so eine Einstellung zu diesem Zeitpunkt als völlig wahnsinnig einstufen, wir kennen Helmut aber schon ein Weilchen und wissen, dass bei ihm auch alles mit dieser Ruhe und Gelassenheit super funktioniert. So persönlich und speziell wie diese Herangehensweise ans Business ist auch das Album selbst, was durch den Titel „Authenticity“ ausgedrückt wird:

Ich mache elektronische Musik, in der kaum Songtexte vorkommen. Von daher ist es wichtig in den Song- und Albumtiteln eine Botschaft zu vermitteln, in der man aussagt, zu was man steht. Mit dem Albumtitel will ich die Menschen dazu anregen, einfach authentisch zu sein nicht irgend einem Trend hinterherzuschwimmen. Wen man authentisch seinen Weg geht, sieht man nach und nach, wie sich die Dinge entwickeln, aber bleibt sich selbst immer treu.

Wer ist eigentlich Met?

Mit dieser kleinen Anleitung zum Album starten wir das Werk und bleiben direkt beim Opener „Hello Met“ hängen und wollen sofort wissen, wer denn Met ist.

Naja ich habe so ein paar Kosenamen. Die meisten nennen mich „Helle“, aber ein paar auch „Met“. Der Track bzw. die Vocalaufnahmen sind an meinem Geburtstag entstanden. Ich hatte das gute alte Großmembran Kondensatormikrofon aufgestellt und jeder durfte was reinlabern. Aus den Fragmenten ist dann der Track entstanden.

Viel mehr persönlicher Input in ein Album geht kaum und auch sonst fallen einem kaum Parallelen zu anderen Produzenten, oder Tracks auf. Der Dubnitzky-Sound klingt immer sehr eigenständig und das ist ihm auch sehr wichtig.

Natürlich lass ich mich von jeder Menge Künstlern inspirieren, ich will aber niemand kopieren oder ein Abklatsch machen. Im Album war es mir auch wichtig, etwas weiter auszuholen und nicht nur einen Clubtrack an den anderen zu reihen, sondern auch etwas andere Ansätze zuverfolgen. Das Album soll gut im Wohnzimmer, aber auch im Club funktioneren und deswegen habe ich bei der Produktion auch auf das verschiedenste Equipment zugegriffen. Eine Mischung aus analogen Synths, Samples, Loops, Plugins und vielem mehr. Alles hat sein Pro und Contra, aber ich finde so kommt man zu einem ausgeglichenen Track. Ich habe die ewigen Diskusionen“nur analog“ oder „keinen Loop“ satt. Das Endprodukt zählt und wie man dazu kommt ist mir egal.

Welches sind Helmuts Lieblingstracks?

Genau diese beschriebene Vielfalt macht „Authenticity“ aus und dadurch lassen sich auch keine wirklichen Lieblingstracks darauf festlegen. Helmut geht es da genau wie den Hörern.

Mir gefallen alle Tracks und jeder erzählt eine Geschichte bzw hat eine Story. „Calling My Name“ ist wahrscheinlich der kommerziellste, den ich nie als Club EP releasen würde, der aber auf ein Album sehr gut passt. „No Hits“ dagegen steht dafür, dass man nicht unbedingt Hits braucht und die Leute auch mit einer gewisser Monotonie bewegen kann. Die letzten drei Stücke gehen eher ins Genre Electronica, verspielt, nachdenklich, anders. Beim letzten Track „The Space Is Not Enough“ bewegen wir uns bei 108 bpm, nachdenklich, und trotzdem vorwärtsgerichtet.

Schön, mal vom Produzenten selbst so eine genaue Beschreibung des Albums zu bekommen. Wir finden „Authenticity“ auf jeden Fall sehr gelungen und freuen uns, wenn es dann im September in den Stores steht. Bis es soweit ist, gibt es hier schon mal die Preview bei Soundcloud:

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