Schon beim zweiten Album soll die imaginierte „Vierte Mauer“ endgültig durchbrochen werden, die Barriere zwischen Künstler und Zuhörerschaft. Mit einem überbordenden analogen Werkzeugkasten voller Congas, Saxophonen, Rhodes, Hammondorgeleien, diversen Anleihen bei expressivem äthiopischen Jazz und tiefschwarzen Preacher-Weisheiten macht sich Guillaume auf, die selbstgesteckte Mission zu erfüllen.

Damit er nicht allein auf weiter Flur gegen die Windmühlen der Housebeliebigkeiten dieser Tage ankämpfen muss, hat er wackere Mitstreiter um sich geschart: die omnipräsenten dOP, Dave Aju und Dynamike. Nun stellt sich die Frage, ob das Unterfangen geglückt ist. Ist es! Zweifelsohne beschenkt uns Monsieur Guillaume mit einem stringenten Album, das erst nach mehrmaligem Genuss seine ganze Tiefe und Breite entfaltet – dann aber richtig und endgültig.

Die Mauern sind gefallen, ebenso wie die Würfel des guten Geschmacks.

>> johannes suckfüll >>

Guillaume & The Coutu Dumonts
Breaking the Fourth Wall
Circus Company
03.05.2010

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