Trotz des Genres zukunftsweisender und experimenteller Anfänge in den 90er Jahren hat sich Drum & Bass durch die steife Gleichförmigkeit über das letzte Jahrzehnt zu einer etwas stickigen Umgebung für viele Produzenten entwickelt.



dBridge, als früheres Mitglied der Drum & Bass Schwergewichts Bad Company, hat den Druck der Erwartungen des Dancefloors und den Wunsch der DJs nach einem Club-Smasher schon einmal in seiner Karriere erlebt und abgelehnt.

Seit er Solo auftritt, hat er sich damit beschäftigt, einen kultivierteren Sound zu entwickeln und sich damit eine Freestyle-Nische in einer Musikszene geschaffen, von der er sich mehr und mehr distanziert fühlte. ??Instra:mental hatte unterdessen vor ein paar Jahren eine erfolgreiche Periode in Drum & Bass und kehrte in der Mitte der Nullerjahre mit einer einzigartigen neuen Denkweise zur D&B Produktion zurück. Inspiriert von der Synth-Musik der 80er Jahre, dem Detroit-Sound und dem Warp Back Catalogue und mit einem Studio voll von klassischen Musikanlagen haben sie sich daran gemacht, Drum & Bass zu verfassen wie niemand anderes; ein Verfahren, das im gleichgesinnten dBridge eine Saite berührte.

„Im Drum & Bass gab es keinen Raum, es ging nur um zwanzig übereinanderliegende Breakbeats. So haben wir uns überlegt, was wir machen könnten, weil das was wir taten, in mancher Hinsicht sehr minimalistisch war. Wir entschieden uns, die Pausen nicht zu füllen. Die Art, wie wir arbeiten, ist einfach toll weil wenn Du mit anderen arbeitest, sich jeder einen Synthesizer nehmen und einfach drauf los spielen kann und schon haben wir eine kleine Jam-Session.“ – Instra:mental.

„Mit Instra:mental Zeit zu verbringen, hat mich beeinflusst; sie dachten um die Ecke, nicht nur ein bisschen… sondern viel. Ich machte immer noch Samplings, während sie das schon nicht mehr taten. Bei einer Session habe ich einen Sound auf dem JP-8000 gemacht und fing an, es zu verstehen wieder inspiriert zu werden für meinen Job… für Musik.“ – dBridge.

Nach einem Jahr, in dem Instra:mental mit dBridge am epischen „Blush Response“ zusammenarbeiteten entschieden sie sich, eine kreative Allianz namens Autonomic zu bilden. Als Resultat wurde eine Clubnacht, einen Podcast, ein Dach für ihre Labels und was am wichtigsten ist, ein Stil geboren. Der Sound von Autonomic ist zuerst Musik, dann Drum & Bass.

Die Menschen dahinter machen sich nicht daran, einen Drum & Bass Track zu basteln. Sie legen es einfach darauf an, Musik zu machen, Kompositionen zu produzieren, die emotional geladen, persönlich aufbauend und organisch sind. Dies ist meilenweit von der Musik-nach-Zahlen entfernt, die viele der heutigen Produzenten am laufenden Band produzieren. Dies ist liebevoll gefertigt, mit Integrität und einer Vision, ohne die Beschränkungen eines Genres oder Stils, die sich viele Künstler selbst aufzwingen.  Und mit Künstlern wie Jimmy Edgar, Kyle Hall und Zomby, die 2010 auf dem NonPlus+ Label von Instra:mental Musik veröffentlichen wollen, kann man gerechtfertigterweise sagen, dass das Trio gerade erst anfängt

D-BRIDGE_INSTRAMENTAL„Letztendlich wollen wir zu einem Gig gehen und totale musikalische Freiheit haben. Das ist genau das, was wir tun: jegliche Musik, jeglicher Stil und jegliches Tempo, solange uns die Musik gefällt.“ – Instra:mental.

Nach einem Jahr mit Autonomic Podcasts – die Server zum Abstürzen brachten und weltweit einen überwältigenden Durst nach Drum & Bass zeigten, der sich nicht nach institutionalisierten Schranken richtet – haben dBridge & Instra:mental FABRICLIVE 50 gemixt (Anmerkung: die 100. Folge der Compilationsserie).

Mit einer Trackliste, die sich führendem Dubsteb im Drum & Bass Tempo rühmen kann, ist FABRICLIVE 50 eine traumhafte Sammlung von Beat-Explorationen und elektronischen Soundscapes, die alle liebevoll in 70 Minuten eingebunden sind. Die Disk ist eine Schatztruhe, die mit jedem Zuhören weitere, bereichernde Details enthüllt. Betretet die wunderschöne, fantasievolle und farbenreiche Welt von Autonomic, die Drum & Bass wieder zum Vorreiter der elektronischen Musik macht.

„Wir wollten, dass die fabric CD so wie der beste Podcast wird, den wir je gemacht haben. Das war unser Ziel. Als wir gefragt wurden, diesen Mix zu machen, haben wir alle die Musik machen, die uns gefällt, gefragt für uns etwas Besonderes für diese CD zu verfassen. Distance, Scuba, Genotype, Instra:mental und ich haben dies getan. Es ist eine tolle Musiksammlung, bei der alles harmonisch zusammenpasst. Und obwohl wir alle verschiedene Stile haben, werden sich einige wundern, welche Melodien zusammen bleiben, solange sie die gleiche Tonart haben. Wir wollen das, was wir tun und wozu der Sound fähig ist, zur Schau stellen.“ – dBridge

FABRICLIVE 50:? D-BRIDGE & INSTRA:MENTAL PRESENT AUTONOMIC
FABRIC RECORDS
UK/R.O.W. 15th FEBRUARY 2010
USA RELEASE: 23rd MARCH 2010

Tracklisting:
Riya – Seems Like – Exit Records
Instra:mental – From The Start – NonPlus+
Stray – Pushed – Exit Records
Dan Habarnam – Nu Este Roz – Exit Records
Vaccine – Ochre – NonPlus+
ASC – Starkwood (Consequence Remix) – Unreleased
Consequence – Lover’s Shell – Exit Records
Distance – Sky’s Alight (Dub) – Unreleased
Alix Perez – Self Control – Shogun Audio
2 tracks mixed
Genotype – Distorted Dreams – Genotype
Meleka – Go (Acacapella) – Meleka
Instra:mental – End Credits – NonPlus+
Instra:mental – Watching You – NonPlus+
Instra:mental – Fist (Level 2B Mix) – NonPlus+
Instra:mental – 11 Circles (ASC Remix) – Exit Records
dBridge – I Know – Exit Records
Instra:mental – Encke Gap – NonPlus+
2 tracks mixed
Loxy & Genotype – Farah’s Theme – Exit Records
dBridge – Inner Disbelief (Accapella) – Exit Records
Pearson Sound – Down With You – Darkestral
Scuba – Tense (dBridge Remix) – Hotflush Recordings
Instra:mental – No Future (Consequence Remix) – NonPlus+
Code 3 – Living Proof – Exit Records
Consequence Ft. Instra:mental – Reflex Reaction – Exit Records
ASC – Phobos – NonPlus+
Skream – Fire Call – Exit Records
Instra:mental – Machine Made – NonPlus+
dBridge – Love Hotel – Exit Records
dBridge – The Dim Light – Exit Records
Scuba – Eclipse – Paul Rose
ASC – Ubiquity Incident – NonPlus+
Abstract Elements – Abysmal Depth – Exit Records
Actress – Gen Ohn (Screwed Version) – Werk Discs

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