Gerne wäre ich beim Hören von Cake & Milk – Summer of Love in Paris in einem immerwährenden visuellen Loop aus fallendem, goldenem Herbstlaub im Vordergrund und Eiffelturm weichgezeichnet mit 2 Pixel) bei grauem Wetter im Hintergrund gefangen gewesen…


In den Köpfen der Compilation-Produzenten scheint Paris nun langsam Ibiza den Rang abzulaufen.
Vielleicht sind diese aber auch nur als erstes daraufgekommen, dass Chillen und Sonne zwar in einem unmittelbaren Zusammenhang stehen, aber nicht Chillen immer zwingend auf halbtotfeiern folgen muss.

Also ein wenig weg vom Dauer-Party-Ibiza-Sun-Style hin zu ein wenig mehr zulässiger Melancholie im Chill-Sound, gepaart mit einigen etwas schnelleren Tunes, die man bestens vertragen kann, da man ja nur entspannt und nicht eine musikalische Erstversorgung nach einer Total-Feier-Lähmung benötigt.

Welcher Ort läge als Chilllocation also näher als Paris.
Die Stadt, die angeblich immer schon für die schönen Dinge des Lebens der richtige Ort war.
Nach der soft-housigen A lovely weekend in Paris-Compilation erscheint nun auf dem Label Koati mit Cake & Milk – Summer of love in Paris ein weitere CD als Hommage an die Stadt an der Seine als Entspannungsfixpunkt.

Musikalisch hat Cake & Milk zwar wenig bis rein gar nichts mit Paris oder Frankreich zu tun, aber das Gefühl, dass die größtenteils sehr sanften Mixe dieser Compilations vermitteln, lehnt sich schon stark an den Subtitle der Scheibt Summer of Love in Paris an.

Ein schönes Gefühl – einige schöne Gedanken eben – in Paris hätte es durchaus passiert sein können – wäre denkbar. Die Gedanken an eine wunderbare Zeit bei denen ein wenig Melancholie genüsslich mitschwingt. Perfekter Sound für den Spätherbst und Cake & Milk erscheint passend dazu Ende Oktober.

Wer nun denkt er findet den Hardcore-Chill-Sound, der irrt. Cake & Milk enthällt neben warmen chilligen Tönen auch eine Prise HipHop, Dance und mit dem 100% Accoustik-Track Iwotomi des afrikanischen Musikers Hadja Kouyate auch ein wenig Weltmusik. World of Apples, Russ Gabriel, Dee Nasty, Jeff Sharel und Charles Webster, sie alle tragen mit ihren Produktionen dazu bei dieses wunderbare Gefühl zu erzeugen.

Eine Scheibe für die schönen Gedanken in euch, für melancholische Gefühle als Genussmittel, für losgelöste Erinnerungen, für ein wenig nachdenken und für ein wenig Mensch sein, glücklich sein, sich selbst geniessen – allein oder gemeinsam.

Natürlich kann man auf Cake & Milk – Summer of love in Paris auch einfach nur die Musik hören 🙂


Various Artists
Cake & Milk

Summers of Love in Paris
Koati Records

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