Brain Sanhaji zu seinem ersten Album: Stereotyp

Brain Sanhaji Stereotyp CLR Album CoverA NEW STEROTYPE IS BORN. Der Titel des neuen Albums „Stereotyp“ von Brian Sanhaji regt schon zum Denken an, bevor man sich die Tracks des Werkes anhört.

 

 

Die Bedeutung des Stereotypes kann nämlich ganz verschiedene Betrachtet werden, stellt oft aber eine Vereinfachung oder Minimalisierung dar. Dass sich das aber nicht auf Brians Sound bezieht, stellt er gleich zu Beginn unseres Interviews klar.

Es geht bei dem Titel überhaupt nicht um Minimalisierung. Stereotype bedeutet, und steht für ein Vorurteil und ist gleichbedeutend mit einem Klischee. Das ganze hat damit zu tun das ich mir super oft anhören muss „nur“ ein harter Technoproduzent zu sein, der ja „nur“ harten Sound macht. Das ist aber vollkommener Quatsch.

Es bedeutet in meinem Fall also „stereotype = typisch Brian! Mit dem Album möchte ich zeigen, dass ich mehr kann als „nur“ harten Sound zu produzieren und ein vielfältigerer Künstler bin. Es ist also eigentlich ironisch gemeint aber wiederum auch nicht, da mein Album für den stereotyp BRIAN steht.

Man sieht an dieser Aussage gleich – der Mann hat sich Gedanken zum Titel gemacht und will sich von seinem ganzen musikalischen Spektrum zeigen.

Alle Tracks sind clubtauglich. Es sind zwar auch ein paar lockere Tracks dabei, die man aber auch allesamt im Club spielen kann. Ich habe das Album beim Produzieren immer als CD vor Augen gehabt und wollte, dass es vom ersten bis zum letzten Track Sinn macht, wenn man sich die CD an einem Stück anhört, das ganze aber immer ohne den Club aus den Augen zu verlieren.

Und dieser Sinn der verfolgt wurde ist auch ein Grund dafür, warum es so lange gedauert hat, bis dieses erstes Album von Brian jetzt veröffentlich wird.

Ich war nicht wirklich bereit früher ein Album zu machen. Für mich ist es sehr wichtig, dass ein Album was aussagt und das es nicht einfach nur 3 EP ´s sind, die zu einem Release zusammengewürfelt sind.

Beim Stichwort „Produzieren“ haken wir gleich nach, denn Brian ist bekannt dafür, beim Produzieren und Mastern sehr penibel zu sein. Ob die präzise Arbeit heute nur noch mit Software möglich ist, oder auch noch Hardware zum Einsatz kommt, hat er uns mit einer deutlichen Antwort verraten.

Ich benutze das Beste aus beiden Welten. Es gibt ganz coole Sachen als Software die ich nicht wieder hergeben will. Wenn es um Sounddesign geht ist in der digitalen Welt ganz schön was los, aber der Sound an sich ist meiner Meinung nach noch lange nicht so cool wie alle meinen. Software-Synths nutze ich also fast überhaupt nicht.

Meine Sounderzeugung kommt aus einer CWEIJMAN MK1, an die ich noch ein paar Module derselben Firma angeschlossen habe. Dieses Ding klingt einfach fantastisch. Bis jetzt der best klingende Synth den ich je gehört habe. Das Herz meines Studios ist ein TOFT AUDIO ATB-Mixer. Dazu kommen noch diverse analoge EQs und Kompressoren die ein umhauen wenn man sie hört.

Wie die Sounds einen umhauen, davon könnt ihr euch also auf STEREOTYPE selber ein Bild machen!

Danke Brian für das Interview!

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