Für mich ist Ben Sims immer noch der Typ, der mir mit seinem Brechertrack „Manipulated“ die Jugend verschönert hat.

 

Dass ist mittlerweile über 10 Jahre her und trotzdem verspürt man bei Bens Produktionen immer noch die Energie, die in Techno Anfang des Jahrtausends steckte. Sein neues Album „Smoke & Mirrors“ ist aber keineswegs nostalgisch, sondern zeigt, wie man auch im Jahr 2011 noch druckvollen, kräftigen Techno macht.

Das Album erscheint auf „Drumcode“, was das zurzeit wohl passendste Label dafür ist. Die letzten Releases von Ida Engberg oder Gary Beck gingen auch in ähnliche Richtungen und haben sich zu derben Clubknallern entwickelt. Die 13 Tracks auf dem Album sind alle, man kann sagen: Techno. Allerdings bewegen sie sich sehr vielfältig zwischen düster und monoton, bis hin zu sehr funky und groovend.

Beim Stichwort funky muss man zwei Nummern besonders hervorheben. Für „I feel it deep“ hat Ben Sims sich die Chicagohouse-Legende Tyree Cooper ins Studio geholt, der für die Vocals verantwortlich ist.

Noch eine Legende ist bei „I wanna go back“ dabei: Blake Baxter.
Ben und Blake haben einen treibenden Song produziert, der in altem Detroitstyle ums Eck kommt – leichte Acidelemente, Saxofonsamples und immer wieder Blake Baxter mit der Ansage: „Work Your Body!!“.

Ein super Album, das modernen Techno einfach auf den Punkt bringt.
(gh)

Ben Sims srcset= Smoke & Mirrors “ width=“300″ height=“305″ />Ben Sims
Smoke & Mirrors
Drumcode / 005

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